Organisierte Doggenzüchter machen Front gegen Hobbyzüchter !

Deutsche Dogge im Alter von 10 Jahren
Jana vom Gehrensee aus Hobbyzucht 10,2 Jahre alt.

Über aggressives Welpenmarketing wird Stimmung gegen Hobbyzüchter der Rasse Deutsche Dogge gemacht.

Vielleicht hat es sich in der organisierten Doggenzucht noch nicht herumgesprochen: Wir leben in einer Demokratie. Eines der verfassungsmäßig garantierten Grundrechte ist nach Artikel 2 (1) GG. das Recht auf eine freie Entfaltung der Persönlichkeit. Dazu gehören Hobbys jeglicher Art.

Die Rassehundezucht wurde in Deutschland bereits in einem Dachverein monopolisiert. Da der Welpenabsatz bei Deutschen Doggen zur Zeit nicht mehr funktioniert, sollen nach der Doggenzucht der neuen Bundesländer nun auch die Hobbyzüchter dieses Landes platt gemacht werden.

Dazu muss folgendes erklärt werden:

Die aktiven Scharfmacher in dieser Sache sind nicht nur die gewerblichen Doggenzüchter. Auch nichtgewerbliche, organisierte Doggenzüchter machen Würfe ohne die nötige Nachfrage nach Welpen zu haben. Sie haben deshalb enorme Schwierigkeiten ihre Welpen los zu werden.

Weshalb werden über den Markt hinaus Doggenwelpen  produziert ?

Das liegt einzig und allein daran, dass organisierte Doggenzüchter durchweg Championzüchter sind, die sich ausschließlich über die Doggenausstellung definieren. Das heißt, um als Züchter anerkannt zu werden, müssen sie mehr oder weniger regelmäßig im Ausstellungsring präsent sein. Dazu wird ständig neuer Nachwuchs benötigt.

Sicher züchten organisierte Doggenzüchter nach mehr oder weniger strengen Auflagen. Dadurch resultieren dann auch die grundsätzlich höheren Welpenpreise. Dabei geht es aber auch darum, eine ordentliche Zuchtbasis für den Erhalt und die Weiterentwicklung der Rasse zu haben. Hobbyzüchter verwenden in der Regel genau den Doggennachwuchs, den die organisierte Doggenzucht abgegeben hat. In den meisten Fällen soll der Nachwuchs aus der nichtorganisierten Hobbyzucht nicht für eine Weiterzucht verwendet werden.

Die organisierte Doggenzucht beherrscht den Welpenmarkt in Deutschland zu rund 70%. Das ist eine ganz normale Zahl. Wenn man nun vor hat die restlichen 30 % der sogenannten „Hobbyvermehrer“ über aggressives Welpenmarketing platt zu machen, so kann das zu einer Schlammschlacht führen, die die Rasse Deutsche Dogge definitiv nicht gebrauchen kann. Wer das anders sieht, kann ganz schnell zum Totengräber der Rasse Deutsche Dogge werden.

Ich appeliere an die Vernunft und daran das Prinzip der Verhältnismäßigkeit zu akzeptieren. Es wird immer andere Meinungen geben. Nicht jeder ist bereit sich in seiner Freizeit absolutistischen Strukturen unterzuordnen. Auf sogenannte Vereinsmeierei steht auch nicht jeder. Schon aus diesen Gründen ist es nicht möglich alle Züchter gleichzuschalten und den Rest der Abtrünnigen  zu eleminieren. Von einer Hundemafia in diesem Fall zu sprechen, ist völlig am Problem vorbei. Die Hundemafia kümmert sich nicht um große Hunde. Weshalb ? Weil sie nicht nachgefragt werden!

Nur in einem totalitärem System kann man die absolute Herrschaft über den Markt  erlangen. Vielleicht klappt es irgendwann einmal. Dann  wird es möglich sein sich gegen eine lästige Konkurrenz absolutistisch durchzusetzen. Die nötigen Seilschaften in alle Richtungen sind ja bereits vorhanden.

G. Dießel